Vollvariable Ventilsteuerung

Aus den jüngsten Untersuchungen am IAI - in Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz - resultiert ein Aktuatorkonzept zur Betätigung von Gaswechselventilen, welches ausgehend von einer rotatorisch wirkenden Anordnung, die benötigte Öffnungskraft über einen Hebel auf das Ventil bzw. die Ventile überträgt.

Das Konzept ist skalierbar und kann somit auf vielfältige Anforderungen angepasst werden. In Verbindung mit der einphasigen Ansteuerung liegt der Hardwareaufwand für das Ventiltriebssystem incl. der Leistungselektronik und der Ansteuerkomponenten weit unter dem bekannter Anordnungen. Ausgehend von einer Ventilöffnung von 280 °KW ist der Ventiltrieb für Motordrehzahlen bis 8000 min-1 konzipiert.

Die erhebliche Hardwarereduzierung basiert auf dem Umstand, dass während der Ruhephase eines Ventils oder Ventilpaars ein Ventil oder Ventilpaar eines benachbarten Zylinders mit dem gleichen Aktuator betätigt wird, wobei keinerlei Einschränkungen im Hinblick auf die Ventilsteuerzeiten entstehen.

Die für mechanische vollvariable Ventiltriebe notwendige Präzision der Ventiltriebskomponenten und die heutzutage üblichen hydraulischen Ventilspielausgleichselemente werden durch die elektronische Regelung ersetzt.

Vollvariable Ventilsteuerung
Aktuatorkonzept DAVC (Dual Alternate Valve Control)
Weiterführende Informationen

Rotatorischer Ventiltrieb Video 1 ( avi / wmv )
Rotatorischer Ventiltrieb Video 2 ( avi / wmv )